Hammerl nicht zu schlagen!

Donnerstag, 13. August 2009 |  Autor: Josef

Immelborn/BarchfeldEhrfürchtig verneigte sich der Österreicher Hubert Hammerl vor Sven Fischer, als ihm der erfolgreichste deutsche Biathlet zu seinem zweiten Sieg beim Triathlon am Immelborner Badesee gratulierte. “Es ist für mich eine ganz große Ehre, Glückwünsche von einem Weltstar zu bekommen”, antwortet der in Jena lebende und trainierende Vollprofi aus Austria dem viermaligen Olympiasieger aus Schmalkalden.

Sven Fischer hatte seinen Wettkampf in der nach ihm benannten Staffel da allerdings längst schon beendet. Nach seiner beachtlichen Schwimmzeit von 18:13 Minuten, mit der er den Grundstein für Platz drei seines Teams unter 18 Dreierstaffeln gelegt hatte, zollte er allen Triathleten großen Respekt: “Das Schwimmen unter so vielen Startern war für mich eine neue Erfahrung. Einige Knuffs und Tritte habe ich schon abbekommen. Riesenspaß hat es dennoch gemacht.” Fischers Teamkameraden Karsten Lange (Schmalkalden) und Hans-Günter Müller (Bedheim) legten sich beim Radrennen und beim Lauf mächtig ins Zeug, um ihren Leader nicht zu enttäuschen. Beide konnten jedoch nicht verhindern, dass die Staffel aus Mellrichstadt und das zweite Team des gastgebenden TV Barchfeld, mit dem wie entfesselt fahrenden Raik Morgenweck und dem pfeilschnellen Läufer Frank Puff, die Plätze vor ihnen belegten.

Knoblochs Angriff vergebens

Die “ganz große Musik” wurde freilich im Einzelwettkampf des im Thüringencup gewerteten Olympischen Triathlons über 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad und 10 km Lauf gespielt. Den Taktstock schwang Hubert Hammerl. Den ließ er sich auch in keiner Phase des Wettkampfs aus der Hand nehmen. Enrico Knobloch vom Team DSW Darmstadt hatte es probiert. Der aus Gera stammende Ironman griff den nach dem Schwimmen mit über einer halben Minute führenden Österreicher auf der Radstrecke an, holte ihn ein und rannte mit ihm gemeinsam aus dem Wechselgarten. “Da wusste ich aber,  dass ich gewinnen werde, denn ich bin der bessere Läufer”, erklärten der 38-jährige Sieger im Ziel. Damit hatte sich Hubert Hammerl für die zwei Niederlagen, die ihm Enrico Knobloch in diesem Jahr schon beibrachte, revanchiert. Die Euphorie beim besten österreichischen Triathleten, der mit einer Jenaer Ärztin verheiratet ist, schien nach seinem neuerlichen Sieg beim ältesten Thüringer Triathlon grenzenlos: “Ich bin jetzt Thüringer und bleibe es auch.”

Triathlon ermögliche ihm ob seiner großzügigen Sponsoren ein sehr gutes Leben, und in Jena hätte er beste Trainingsbedingungen für die nötigen Erfolge.  Unter zwei Stunden blieben auch der drittplatzierte Steffen Alex (Kronach) und Thomas Seidel. (Leipzig). Knapp darüber lag der für den LC Bingen startende Schweinaer Benjamin Döhrer als Fünfter. Bester Südthüringer unter den 85 Einzelstartern war Frank Boller (47, RSV Haselgrund) auf Platz 14. Mit der fünftbesten Schwimmzeit hatte er sich ein komfortables Polster geschaffen. Achtbar schnitten auch Holm Frankenberg (TC Suhl), die beiden Haselgrunder Kai Malzahn und Marco Kühhirt sowie Marcus Baldauf (TV Barchfeld) ab, die alle unter die Top 20 kamen. Lehrgeld bei seinem Triathlon-Debüt zahlte Radsportler Matthias Hahn (23). Er hatte nach dem Schwimmen einen kurzen Schwächeanfall, machte aber in seiner Schokoladendisziplin dennoch 40 Plätze gut und quälte sich beim Lauf über die drei Runden. Resümee des für Erfurt fahrenden Vachaers nach Rang 26: “Triathlon ist ungemein hart, das hätte ich so nicht erwartet.”

Und weil das so ist, wurden die zwölf Frauen, die das Ziel erreichten, allesamt mit einem Blumenstrauß geehrt. Schnellste mit 2:15:51 Stunden war Katrin Beyer aus Gera. Sie verwies Vorjahressiegerin Anna-Lena Schlott aus Mellrichstadt und die mit 20 Jahren jüngste Starterin Sarah-Alicia Krause aus Barchfeld auf die Folgeplätze.

Quelle: Freies Wort

Foto: hubert-hammerl.com

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Thema: Wettkampfberichte

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