Kienle zeigts den “Großen”
Donnerstag, 30. Juli 2009 | Autor: Josef
Sebastian Kienle hat man kann sagen wieder mal Alle geschlagen. Am vergangenen Wochenende beim Römerman in Ladenburg.
10 000 Besucher, fantastische Stimmung, ein Teilnehmerfeld so stark wie selten und mit Sebastian Kienle ein verdienter Sieger, der sich bei seinem Triumph im Römerstadion nach 2:00,11 Stunden über einen neuen Streckenrekord freuen durfte: Der 15. Ladenburger RömerMan wird als eine der denkwürdigsten Konkurrenzen in die Historie des “Rhein-Neckar Triathlon-Cup” (RNTC) eingehen. Noch nie war dort ein Rennen über die olympische Distanz – 1,8 Kilometer Schwimmen, 41 Kilometer Rad und Zehn-KilometerLauf – so schnell.
Hinter dem 25-Jährigen blieben auch Felix Schumann und der zweimalige Hawaii-Sieger Normann Stadler unter der um zwei Minuten verbesserten alten Bestzeit von Joachim Franzmann aus dem Jahr 2002. Bei den Damen gewann die Mainzerin Nina Kuhn nach 2:23,03 Stunden vor Katja Rabe und Anja Knapp.
In einem dramatischen Finish fiel die Entscheidung erst auf der abschließenden Laufstrecke. Zwar stiegen Kienle und Stadler in der letzten Wechselzone zeitgleich vom Rad. Doch schon nach der Hälfte der Distanz war zu erkennen, dass dem “Norminator” der Ironman von Roth vor zwei Wochen noch in den Knochen steckte. 50 Sekunden holte der im Gegensatz zu Stadler ausgeruhte Kurzstreckenspezialist da heraus und ließ dann nichts mehr anbrennen. Europameister Timo Bracht musste als Zwölfter den Strapazen des “Ironman Germany” Tribut zollen. “Für mich ist es ganz schlecht gelaufen. Ich habe hier wohl erst gemerkt, was ich in Frankfurt an Kraft gelassen habe”, meinte der Eberbacher, der in dieser Woche ein Trainingslager zur Hawaii-Vorbereitung in den Alpen bezieht und erst beim Serienfinale in Viernheim (23. August) wieder an den Start geht. Zufriedener war Stadler trotz Platz drei: “Nach Roth bin ich nur ein wenig geschwommen, habe ansonsten regeneriert. Deshalb bin ich sehr zufrieden. Es war mir wichtig, mich hier in der Region zu zeigen. Man sollte nie vergessen, wo man herkommt”, begründete er seine kurzfristige Nachmeldung. Im August fliegt er nun zur Vorbereitung auf Hawaii in die USA und kehrt erst nach der WM (10. Oktober) zurück.
Sieger Sebastian Kienle strahlte: “Es ist optimal gelaufen. Bei der Rekordzeit habe ich von der starken Strömung auf der Schwimmstrecke im Neckar profitiert. Jetzt freue ich mich auf Heidelberg und Viernheim”, kündigte er an.
In Abwesenheit von Katja Schumacher nutzte Nina Kuhn die Gunst der Stunde. “Bergige Strecken auf dem Rad kommen mir sehr entgegen”, wusste sie genau, wo sie gegen ihre Konkurrenz die entscheidende Attacke setzen musste – was der Mainzerin eindrucksvoll gelang.
Quelle: Mannheimer Morgen
Foto: magicsport-blog.de


